Von Ritzen und Rissen

This will make you love again

Scheinbar willkürlich greifen Finger in das Bild, bedrohlich nähern sich Hände von deckendem Weiß, überlagern, legen den Fokus. In einer letzten kraftvollen Geste, bereits von Verletzbarkeit gezeichnet tritt ihnen der Protagonist aus dem Hintergrund entgegen.

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Claudia Breitmayer
Eine Weltbeschreibung

Raumambivalanzen der Drugtales

Veronika Suschnigs Werke arbeiten sich am Raum ab, ob flache Reliefs oder tiefe Flächen, schwankend zwischen verschiedenen Maßstäben. In einer Druckgrafik balancieren kopflose Figuren über verzweigte Wurzeln, dichte Schraffuren schaffen zunächst Plastizität, aber die Figuren sind flach, ausgeschnitten aus Papier und die gesamte Zeichnung schwebt abgehoben über dem papiernen Hintergrund. Die räumlichen Ambivalenzen, die sich die Künstlerin in ihren grafischen Arbeiten zu eigen macht,

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Antje Lehn
Zweitausend Stacheln in der Seele

Besprechung der Ausstellung Drugtales

Die Schau Drugtales von Veronika Suschnig eröffnet sich über den Raum. Die verwandten Kittel, Dornen und Pillenblister verdichten sich hin zu einer Dreidimensionalität, die über den Wirkungsraum des Kunstwerks hinaus verweist und den Betrachter bewusst in die Deutungshoheit integriert. Themen wie psychisches Leid oder Medikamentenkonsum werden nicht abstrakt wertend diskutiert, sondern in einem gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang verortet.

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Claudia Breitmayer